Umgebungsbedingungen
Unternehmen wollen Ergebnisse erzielen. Diese entstehen aus der Kompetenz der Mitarbeiter und den Rahmenbedingungen Markt, Produkt und Organisation, in denen die Mitarbeiter arbeiten.
Die Rahmenbedingungen sind dabei in der Regel gut bekannt und werden regelmäßig durch Marktstudien, Produkttests oder Branchenbarometer überprüft. Auch die Organisation ist aufgrund der guten Messbarkeit vieler Prozesse ständig Gegenstand der Analyse.
Allein die Mitarbeiterkompetenz wird traditionell nicht umfassend erhoben. Neben dem, als zu hoch wahrgenommenem, Aufwand spielen auch falsch verstandener Mitarbeiterschutz, durch den Betriebsrat, und Protektionismus bestimmter Manager eine Rolle.
Ist die Kompetenz des Stelleninhabers für seine Stelle gegeben spielen weitere Faktoren eine Rolle, welche die Performanz beeinflusst.
Ein wichtiger Faktor ist die Arbeitsbelastung, die gerne mit dem populären Begriff Stress umschrieben wird. Der entsprechende Mechanismus ist wissenschaftlich gut untersucht und lässt sich auf die einfache Formel bringen: nicht zu viel und nicht zu wenig.
Für den Grad der Belastung eines Wissensarbeiters ist die Organisation verantwortlich. Beim Zuschnitt der Stellen sollte sie aus eigenem Interesse für ein gesundes Maß an Belastung sorgen, da sonst die Performanz stark abfällt. Im Zweifelsfall sollte ein weiterer Mitarbeiter eingestellt werden.
Darüber hinaus gibt es externe Faktoren, denen alle Marktteilnehmer ausgesetzt sind und die internen, die einerseits das Produkt oder die angebotene Leistung betreffen, und andererseits die eigene Organisation.
Externe Faktoren sind die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen in den relevanten Märkten. Katastrophen wie der 11. September in den USA oder der Reaktorunfall in Fukushima sind Ereignisse, die sowohl aktuell als auch langfristig starke Auswirkungen auf Märkte haben.
Ebenso sind die Wissensarbeiter in größeren Organisationen von internen Prozessen und Entscheidungen abhängig, die sie nicht direkt beeinflussen können, die sich aber auch nicht immer direkt auf jeden Wissensarbeiter auswirken müssen.
Die externen und internen Einflussfaktoren moderieren die Performanz. Daher ist es mit einem Performanz-Management nicht getan, um Mitarbeiterleistung zu managen. Durch das Management der Kompetenz jedoch kann man gezielt Einfluss auf die Performanz nehmen.



